Stinatz, 20. 4. 2026
Ein besonderer Anlass sorgte am Samstag, dem 18. April, für reges Treiben rund um die Mehrzweckhalle: Bundespräsident Alexander van der Bellen stattete der Gemeinde gemeinsam mit seiner Gattin Doris Schmidauer einen Besuch ab – und löste damit ein Versprechen ein, das er bereits im Jahr 2016 gegeben hatte.

Damals hatte Van der Bellen bei seiner ersten Wahl in keiner burgenländischen Gemeinde ein besseres Ergebnis erzielt als in Stinatz. Nun, rund acht Jahre später, holte er den angekündigten Besuch nach. Für den Bundespräsidenten ist die Umgebung dabei keineswegs unbekannt: Lange Zeit hatte er einen Zweitwohnsitz in der benachbarten Gemeinde Wörterberg. Zudem verbinden ihn mit Stinatz auch persönliche Beziehungen, darunter langjährige Freundschaften – etwa zu zwei ehemaligen Nationalratsabgeordneten der Grünen, Terezija Stoisits und Marijana Grandits.
Die gesamte Gemeinde hatte sich auf diesen Moment vorbereitet und präsentierte sich von ihrer besten Seite. Gemeindevertreter, Vereine, Kinder und zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner sorgten für eine herzliche und zugleich festliche Atmosphäre. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom örtlichen Musikverein, auch die Feuerwehr war vertreten.
Die offizielle Begrüßung übernahmen Bürgermeister Andreas Grandits und Vizebürgermeisterin Sandra Kirisits. Auch die junge Generation hieß das Staatsoberhaupt auf Herzlichste willkommen. Kindergarten- und Schulkinder trugen Lieder vor, während die Tanzgruppe Stinjačko Kolo einen traditionellen Stinatzer Hochzeitstanz präsentierte. Der Chor Šari Stinjaki rundete das kulturelle Programm mit einem kroatischen Volkslied ab.
In seiner Ansprache zeigte sich der Bundespräsident sichtlich beeindruckt vom Gemeindeleben: „Vereine, die Generationen verbinden. Menschen, die füreinander einstehen. Traditionen, die weitergegeben werden“, betonte er. Besondere Anerkennung fand auch die Pflege des kulturellen Erbes. Van der Bellen hob hervor, dass die Stinatzer Hochzeit seit 2020 als immaterielles Kulturerbe der UNESCO in Österreich anerkannt ist. Gleichzeitig richtete er einen Appell an die Bevölkerung: Die gelebte Zweisprachigkeit solle unter allen Umständen bewahrt werden. Seine Worte wurden mit großem Applaus aufgenommen. Im Anschluss nahm sich der Bundespräsident viel Zeit für persönliche Gespräche, Fotos und Begegnungen mit den Menschen.
Unter den Gästen fanden sich auch prominente Namen wie die Kabarettisten und Schauspieler Thomas Stipsits sowie Lukas Resetarits sowie dessen Bruder, Journalist und Moderator Peter Resetarits. Ebenso waren zahlreiche politische Vertreter aus den umliegenden Gemeinden anwesend, darunter die Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Jürgen Dolesch und Bernd Strobl, sowie Bürgermeister Kurt Wagner und die Vizebürgermeisterinnen Marianne Hackl und Tanja Illedits.

