Grüne: Paul-Kientzl: „Gute Schulen brauchen klare Mindeststandards“

Eisenstadt, 25. 6. 2026

Zur Änderung des Burgenländischen Pflichtschulgesetzes betont die GRÜNE Klubobfrau Margit Paul-Kientzl, dass die Wiedereinführung klarer Mindestschüler:innenzahlen vor allem ein Qualitätsinstrument sei: „Wenn eine Schule zu klein wird, stehen ihr auch weniger Lehrkräfte zur Verfügung. Das erschwert einen verlässlichen Unterricht, macht Vertretungen im Krankheitsfall schwieriger und kann dazu führen, dass Kinder nicht jene pädagogische Qualität bekommen, die sie verdienen. Qualität braucht Mindeststandards.“

Grüne Klubobfrau Margit Paul-Kientzl

Konkret sieht die Novelle künftig Mindestgrößen von durchschnittlich zehn Schüler:innen an Volksschulen, 48 Schüler:innen an Mittelschulen, durchschnittlich sechs Schüler:innen an Sonderschulen und 20 Schüler:innen an Polytechnischen Schulen vor. Damit soll sichergestellt werden, dass Schulen nicht nur formal bestehen, sondern im Alltag auch gut geführt werden können – mit verlässlichem Unterricht, ausreichend Lehrpersonal und guten Bedingungen für die Kinder.

Gleichzeitig sei entscheidend, dass mit Augenmaß vorgegangen werde. Die Möglichkeit einer vorübergehenden Stilllegung statt einer sofortigen Auflassung schaffe Flexibilität und gebe Gemeinden Planungssicherheit. „Mindestzahlen sind kein Selbstzweck. Jede Entscheidung muss das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellen“, so Paul-Kientzl.
Wichtig sei außerdem, dass Minderheitensprachenschulen weiterhin besonders geschützt bleiben. Bei Deutschförderung und Sommerschule werden die Rahmenbedingungen verbessert, um noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können.

„Diese Novelle schafft klare Regeln. Jetzt kommt es darauf an, sie im Dialog mit den Gemeinden und immer mit Blick auf die Kinder umzusetzen“, sagt die GRÜNE Klubobfrau.

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