SPÖ setzt auf Bio-Importe aus dem Ausland statt Regionalität

Eisenstadt, 24. 1. 2022

SPÖ-Bio-Quote in Kindergarten und Volksschule fördert Lebensmittelimporte; Anfragebeantwortung zeigt: nur 13 Prozent der Lebensmittel in der Landhausküche kommen aus dem Burgenland

Die Volkspartei steht für Regionalität und Bio und hat zahlreiche Anfragen an die Landesregierung gestellt. Eines ist dabei klar: Die SPÖ ist im Machtrausch, Bio wird für alle verordnet, die Herkunft spielt dabei keine Rolle. „Die SPÖ-Bio-Quote in Kindergärten und Volksschulen bringt nur eines: Lebensmittel müssen importiert werden, obwohl es vor der Haustüre genügend regionale Anbieter gibt“, erklärt ÖVP-Klubobmann Markus Ulram und führt ein Beispiel an: „Ein Schreiben vom Land an die Gemeinden hat jetzt klar gemacht, dass bei der Bio-Quote das Mittagessen und die Jause einbezogen werden. Im Bezirk Neusiedl am See gibt es keinen einzigen Bio-Bäcker, nur vereinzelte Bio-Backwaren. Anstatt unsere regionalen Bäckereien zu unterstützen, sind wir im Bezirk Neusiedl am See gezwungen, auf Anbieter aus anderen Bundesländern zurückzugreifen. Das kann doch nicht Sinn der Sache sein.“

Carina Laschober-Luif und Markus Ulram

„Diese rote Bio-Illusion hat bereits auch negative Auswirkungen auf die heimische Gastwirtschaft. Es ist die traurige Tatsache, dass bereits jetzt einige Kindergärten und Volksschulen nicht mehr vom örtlichen Wirtshaus beliefert werden, sondern von ausländischen Firmen“, erklärt Ulram und verweist auf einen Kurier-Artikel vom 20. September 2021: „Offenbar beliefern die in Altenheimen des Samariterbundes angesiedelten Schweizer Großküchen auch schon Volksschulen und Kindergärten. Die heimischen Gastwirte bleiben deshalb auf der Strecke.“

In Krankenhäusern immer wieder ausländische Bio-Produkte

Sorgsame Bürgerinnen und Bürger melden der Volkspartei immer wieder, dass in zahlreichen Landesunternehmen ausländische Produkte verkocht werden. „In den KRAGES-Krankenhäusern soll demnach die Bio-Milch aus Bayern und die Bio-Marmelade aus Italien kommen. Auch das Bio-Hendl aus Chile oder Bio-Kartoffeln aus Ägypten stehen am Speiseplan“, kritisiert Ulram.

Landhausküche: Nur 13 Prozent der Lebensmittel kommen aus dem Burgenland

Auch ÖVP-Agrarsprecherin Carina Laschober-Luif versteht die Strategie der SPÖ-Alleinregierung nicht. Anstatt die regionale Landwirtschaft zu stärken, setzt die SPÖ-Alleinregierung weiter auf „Bio um jeden Preis“. In der Praxis bedeutet nämlich „100% Bio“, dass ein großer Anteil der Lebensmittel nicht aus dem Burgenland stammt – und oftmals nicht einmal aus Österreich. „Die SPÖ bevorzugt biologische Produkte, unabhängig von ihrer Herkunft, gegenüber heimischen Produkten. Dieses Handeln schwächt die burgenländischen Landwirte und ist schlecht für das Klima“, erklärt ÖVP-Agrarsprecherin Carina Laschober-Luif und zeigt auf: „Eine Anfragebeantwortung zum Einkauf in der Landhausküche zeigt, dass nur 13 Prozent der dort verkochten Lebensmittel auch tatsächlich aus dem Burgenland stammen. Das ist eindeutig der falsche Weg. “

Bio-Schweinefleisch sofort für alle Landesküchen lieferbar

Das Land betont bei jeder Möglichkeit, dass es viele Produkte aus dem Burgenland schlichtweg nicht in Bio gibt. „Laut Doskozil sei auch burgenländisches Bio-Schweinefleisch nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Hier wissen wir aber von einem Bio-Schweinebauern aus dem Südburgenland, dass er sofort alle Küchen des Landes mit Bio-Schweinefleisch versorgen könnte. Das Land und die Landesbetriebe weigern sich aber“, erklärt Laschober-Luif.
Volkspartei fordert mehr Regionalität

Die Volkspartei verurteilt den eingeschlagenen Bio-Kurs der SPÖ-Alleinregierung. „Für uns als Volkspartei ist klar, dass billige Bio-Importe aus dem Ausland nicht der burgenländische Weg sein können. Die SPÖ-Alleinregierung ist dringend gefordert, dieses Projekt sofort zu stoppen und auf die Regionalität inklusive Bio zu setzen. Nur so können unsere heimischen Gastwirte und Betriebe unterstützt werden “, so Ulram und Laschober-Luif abschließend.
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