St. Martin, 23. 4. 2026
Wie praxisnah und lebendig Unterricht gestaltet
werden kann, zeigte ein besonderer Pflanzenworkshop an der Naturparkschule Markt Sankt Martin. Im Rahmen des MINT-Projekts „Smart Farming & Green Energy“ standen an diesem Tag die Schüler:innen im Mittelpunkt – und erlebten Pflanzenkunde hautnah, mit allen Sinnen und direkt in der Anwendung. Bereits im Vorfeld war die Vorfreude groß: Die Fachexpert_innen der City Farm Wien reisten hochmotiviert an und wurden von einem neuen Teammitglied begleitet. Auch Andreas Thaller von PANNATURA sowie Christian Vlasich, Geschäftsführer des BUZ Neutal und MINT-Manager der Region Oberpullendorf, waren frühzeitig vor Ort, um den Workshop zu
begleiten und den Austausch mit der Schule zu intensivieren.
Im Zentrum des Workshops stand ein didaktisch abgestimmtes Konzept, das gemeinsam mit der Schulleitung und dem Lehrer_innenteam entwickelt wurde. Besonderer Fokus lag dabei auf dem Thema Phänologie: Die Schüler_innen sollen künftig regelmäßig die Entwicklung der Pflanzen beobachten und dokumentieren – ergänzt durch Wetterdaten. Ziel ist es, nachhaltiges Lernen zu fördern und die Inhalte langfristig im Unterricht zu verankern. Der Workshop selbst zeigte eindrucksvoll, wie Lernen im Naturpark funktionieren kann: Spielerische Elemente, wie ein interaktives Quiz im Stil von „1, 2 oder 3“, vermittelten Wissen über Pflanzen, Wasserbedarf und Bodenlebewesen. Trotz herausfordernder Wetterbedingungen – ein kühler, böiger Wind begleitete den Vormittag – ließen sich die Schüler_innen ihre Neugier und Begeisterung nicht nehmen.
Im weiteren Verlauf arbeiteten die Kinder direkt an den Hochbeeten. Unter Anleitung der Trainer_innen der City Farm Wien – Doris, Benno und Dekla – wurden Pflanzen gesetzt, Erde bewegt und Natur aktiv erlebt. „Lernen durch Anfassen“ war dabei nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Die sichtbaren Ergebnisse: schmutzige Hände, strahlende Gesichter und ein nachhaltiger Lernerfolg.
Auch kreative und sinnliche Zugänge kamen nicht zu kurz: Unterschiedliche Düngerarten wurden erraten, gerochen und diskutiert – nicht immer zur Freude aller Beteiligten, aber mit hohem Erinnerungswert. Besondere Aufmerksamkeit erregte zudem die Entdeckung eines sogenannten „Nesselläufers“, eines nützlichen Bodenorganismus, der – ähnlich wie Regenwürmer – zur Bodenlockerung beiträgt.
Direktorin Theresia Trummer und ihr engagiertes Lehrer_innenteam hatten den Workshop optimal vorbereitet und ermöglichten so einen reibungslosen Ablauf. Eröffnet wurde die Veranstaltung offiziell durch Christian Vlasich, der das Projekt initiiert hat und die Bedeutung praxisnaher MINT-Bildung in der Region betonte.
Christian Vlasich, Geschäftsführer des BUZ Neutal und MINT-Manager der Region Oberpullendorf:
„Unser Ziel ist es, Kindern frühzeitig einen Zugang zu Natur, Technik und nachhaltigen Zusammenhängen zu ermöglichen. Wenn Lernen so praxisnah und mit Begeisterung passiert wie hier, dann entsteht genau das Interesse, das wir für die Zukunft brauchen.“ Direktorin Theresia Trummer, Naturparkschule Markt Sankt Martin: „Für unsere Schule ist es entscheidend, dass Unterricht nicht nur im Klassenzimmer stattfindet. Die Verbindung von Theorie und Praxis, das Arbeiten mit den Händen und das eigene Entdecken – genau das begeistert unsere Schülerinnen und Schüler und bleibt nachhaltig im Gedächtnis.“
Der Pflanzenworkshop ist Teil eines größeren Projektzusammenhangs, der im ersten Halbjahr 2026 umgesetzt wird und neben weiteren Workshops auch technische Elemente wie den Bau eines FarmBots umfasst. Ziel ist es, Schüler_innen frühzeitig für Naturwissenschaften, Technik und nachhaltige Zusammenhänge zu begeistern .
Fazit: Der Workshop in Markt Sankt Martin zeigt eindrucksvoll, wie moderne Bildungsarbeit funktioniert: praxisnah, kooperativ und mit Begeisterung. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Lernen außerhalb des Klassenzimmers nachhaltige Wirkung entfalten kann. Über das Projekt „Smart Farming & Green Energy“
Das Projekt läuft von 2025 bis 2027 und wird im Rahmen der MINT-Regionen-Förderung durch die Austria Wirtschaftsservice (aws) unterstützt. Ziel ist die Entwicklung eines skalierbaren „Green Campus“-Konzepts, das praxisnahe MINT-Bildung nachhaltig in der Region verankert.
Über das BUZ Neutal
Das Burgenländische Schulungszentrum (BUZ) Neutal ist ein führender Anbieter in der beruflichen Aus- und Weiterbildung mit Fokus auf praxisnahe Qualifizierung, digitale Lernformate und innovative Bildungsprojekte im MINT-Bereich.


